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Methoden

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Das Allgemeine Krankenhaus (AKH) Wien fungiert als Zentralspital, und ist eines der größten Spitäler der Welt. An unserem Institut wird eine Vielzahl von diagnostischen Verfahren eingesetzt:

Histologie

So obliegt dem Institut für die Durchführung der gesamten Breite der histologisch-pathologischen Untersuchungen mit Ausnahme der Neuropathologie und einem großen Teil der Dermatopathologie. Zusätzlich zu gleichwertigen Untersuchungen pathologischer Institute anderer Krankenhäuser bestehen besondere Anforderungen qualitativer und quantitativer Hinsicht aufgrund der Zentralkrankenanstalten- Funktion des AKH Wien, z.B. auf den Gebieten der Transplantations- und Nierenpathologie. Das Institut fungiert aufgrund des hohen Ausbildungsstandes der MitarbeiterInnen und der guten technischen Einrichtungen in vielen Bereichen als zentrale Referenzstelle für komplexe Untersuchungen und wird daher häufig von externen Einsendern konsultiert.

Der Ausbildungsstand der Mitarbeiter wird durch hausinterne Fortbildungsveranstaltungen, Kongressbesuche und Mitarbeit in Qualitätsstandardgruppen auf hohem Niveau gehalten. Aktivitäten wie die Teilnahme an dem britischen Qualitätssicherungszirkel aus dem Bereich der Nierenpathologie (EQA (External Quality Assessement), organisiert von der University of Leicester und die Teilnahme an dem Internationalen Qualitätszirkel NEQUAS für die Her 2/neu Diagnostik sind Beispiele für Initiativen im Bereich Qualitätsmangagement- und Sicherung.

Die einzelnen Arbeitsgruppen unterhalten enge Kooperationen mit den klinischen Abteilungen und führen routinemäßige Fallbesprechungen mit den klinisch tätigen Ärzten durch.

Die allgemeine histo-pathologische Diagnostik wird in zeitlich konzentrierter Form in Teams bestehend aus FachärztInnen und in Ausbildung stehenden ÄrztInnen nach einem Rotationsmodus durchgeführt. Komplizierte, weitere Untersuchungen notwendig machende Fälle, werden an Mitglieder der jeweiligen spezialisierten Arbeitsgruppen weitergeleitet.

Molekularpathologische Untersuchungen

Die Entwicklung der molekularpathologischen Methoden, die molekulare Analyse von Gewebs-und zytologischem Material ist in stürmischer Entwicklung begriffen und dementsprechend wird der Ausbau einer molekularpathologischen Arbeitsgruppe mit hoher Priorität vorangetrieben.

In der diagnostischen molekularen Pathologie werden alle jene Methoden angewendet, denen der Nachweis und die Untersuchung von DNA und RNA aus Geweben und Körperflüssigkeiten zu Grunde liegt.
Das wichtigste Einsatzgebiet im Rahmen einer modernen, klinisch orientierten Pathologie stellt einerseits die Erfassung von Veränderungen in bestimmten Tumorgenen (Onkogene, Suppressorgene) dar, und andererseits der Nachweis erregerspezifischer DNA/RNA zur Diagnostik von Infektionskrankheiten.

Am Institut wird in der Diagnostik die gesamte Bandbreite der molekularpathologischen eingesetzt: Neben Sanger-Sequenzierung, diversen PCR- Methoden, Arrays und FISH-Untersuchungen kommen in vermehrtem Maße Methoden des „Next Generation Sequencings- NGS“ zum Einsatz.

Hierbei werden sowohl Panel-Sequenzierungen, als auch Whole- Exom Sequenzierungen durchgeführt.

Zytologie

Zytologisches Untersuchungsmaterial besteht – im Unterschied zu histologischem – aus einzelnen, aus ihrem Gewebeverband herausgelösten Zellen bzw. kleinen Zellverbänden. Ähnlich wie der Kliniker bei Biopsien am lebenden Patienten Gewebeproben zu diagnostischen Zwecken gezielt aus bestimmten Körperregionen bzw. -Organen gewinnt, kann er auch zellhaltiges Material entnehmen und in die Pathologie zur zytologischen Diagnostik einsenden. Dabei ist das zytologische Untersuchungsspektrum fast so weit wie das der Biopsien, d.h. Zellmaterial läßt sich aus zahlreichen Körperregionen und Organen entnehmen. Quantitativ im Vordergrund steht die Abstrichzytologie des Muttermunds zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses (Zervixkarzinom), doch auch anderes Material wie Sputum, Bronchialsekret, Urin, Ergußflüssigkeit (Pleuraerguß, Aszites) und Punktate aus diversen Organen wie z.B. Schilddrüse und Lymphknoten wird häufig zytologisch untersucht. Nach der Art der häufigsten Materialgewinnung unterscheidet man zwischen Punktions- und Abstrichzytologie.

Im Vergleich zur histologischen Untersuchung von Biopsaten besitzt die Zytologie Vorteile bei der Materialgewinnung, die - da überwiegend unblutig und schmerzfrei - den PatientInnen nicht oder nur wenig beeinträchtigt. Dem steht als hauptsächlicher Nachteil die Beschränkung der Beurteilung auf zytologische Kriterien (Eigenschaften von Einzelzellen) gegenüber, d.h. histologische Merkmale, wie Gewebestruktur und deren Zerstörung durch Tumorinvasion, stehen diagnostisch nicht zur Verfügung. Dies erfordert nicht nur mehr Konzentration beim Mikroskopieren, sondern beschränkt auch die diagnostische Aussagekraft, so dass nicht selten zweifelhafte zytologische Befunde per Biopsie histologisch überprüft werden.