Skip to main content English

Digital and Computational Pathology group

Der Einsatz der Digitalpathologie bzw. Telepathologie gewinnt im Fach Klinische Pathologie und Molekularpathologie zunehmend an Bedeutung.  Die Erstellung des digitalen Bildes – erfolgt jedoch im Gegensatz zur „digitalen Aufnahme, wie in der Radiologie oder Fotografie – in der Nachfolge einer kompletten zytologischen oder histopathologischen Verarbeitung eines Abstrichs, einer Biopsie oder eines Operationspräparates, an deren Ende die Anfertigung eines histologisches Schnittpräparats steht. Im Unterschied zur konventionellen Diagnostik wird der histologische Schnitt nicht in einem Mikroskop begutachtet, sondern in einem weiteren Arbeitsschritt digitalisiert, und erst dann das digitale Bild betrachtet und befundet. 

Die Digitalisierung von Schnittpräparaten erlaubt in wissenschaftlichen Aufgabenstellungen die Entwicklung von Algorithmen – z.B. durch automatisierte Erkennung bestimmter Strukturen oder Muster – durch Künstliche Intelligenz (KI), bzw. „Machine learning" aber auch im klinischen Bereich eine rasche und flexible Orts-ungebundene telepathologische Diagnostik, z.B. im Rahmen klinisch-pathologischer Fallbesprechungen oder Konferenzen.  

Es bestehen jedoch nach wie vor große Herausforderungen, die es in Zukunft zu lösen gilt, wie die Qualitätskontrolle der erzeugten Schnittbilder, da nur eine hohe Qualität der digitalisierten Schnittbilder auch eine hohe Qualität der „Computational Pathology" erlaubt. Daneben sind Fragen zu notwendigen Speicherkapazitäten zu lösen, da das hochqualitative Einscannen von histologischen Schnitten, arbeits- und zeitaufwändig ist, und daher personalintensiv. Bei hoher Auflösung, um z.B. Details auf subzellulären Level erkennen zu können, bedarf es oft Bilder einer Größe von über 1 GB. Diese Datenmengen langfristig zu speichern, erfordert einerseits Kompression mit Verlust der Details, oder aber Löschung von Daten, was ultimativ nicht wünschenswert ist. 

Hier Maßstäbe zu setzen, wurde Bigpicture, ein Pan-Europäisches Netzwerk unter Beteiligung der Medizinischen Universtäten in Wien und Graz und gefördert durch die Innovative Health Initiative der EU im Rahmen des Calls  2018 „Central repository of digital pathology slides to support the development of artificial intelligence tools", gegründet. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Archivs von 3 Millionen digitalen Schnittbildern, die höchsten Qualitätsstandards entsprechend, Datenschutz-konform und nachhaltig Entwicklungen der Computational Pathology zur Verfügung stehen.

KALTENECKER, Christopher Ing. PhD

KÖLLER, Maximilian Dr.

GLETTHOFER, Maximilian

The digital and computational pathology group is funded by bigpictue and its Work Package 3.


KALTENECKER, Christopher Ing. PhD